Am Montag, dem 25.10.2010, ist das Abwahlverfahren gegen den Bürgermeister unserer Gemeinde, Herrn Steffen Schmidt, knapp gescheitert.

 

Mit 9 Ja- und 4 Nein-Stimmen wurde die erforderliche 3/4 Mehrheit um eine Stimme verfehlt.

Gott sei Dank, werden jetzt die einen sagen, leider die anderen. Dass es in unserer Gemeinde schon seit langem gärt und brodelt, dürfte ja den meisten Bewohnern nicht entgangen sein. Sei es nun die geglaubte Benachteiligung einiger Ortsteile, seien es Fragen zur Verkehrssicherheit  oder seien es die Abwassergebührenbescheide, die verschickt wurden, es gäbe sicherlich noch viele Punkte hier anzuführen, die nicht so laufen, wie sich der Großteil der Bevölkerung das vorstellt.

Allerdings wird dabei doch meist vergessen, was an positivem in den letzten Jahren erfolgte. Erinnert sei an die Sanierung des Herrenhauses, die Erhaltung des Schmöllner Bades, die Arbeit der Vereine u.v.a.m. Das nicht alles gemacht werden kann, ist sicherlich auch klar in Zeiten klammer Kassen und gestrichener Zuschüsse und Fördermittel.

Auch ist sicherlich der Umgang mit Menschen nicht jedermanns Sache und man vergisst im Eifer des Gefechtes vielleicht auch mal, dass man es mit Menschen zu tun hat. Da ist halt nicht jeder gleich und die gewählte Sprache sollte so gewählt werden, dass sie auch verstanden wird. Aber auch das ist lernbar.

Was mich in letzter Zeit auch etwas befremdet ist die Tatsache, dass für alle unliebsamen Entscheidungen, die einem nicht in den Kram passen, immer nur eine Person verantwortlich gemacht wird. Aber wer beschließt denn Entscheidungen von größerer Tragweite für unsere Gemeinde??

Und eine letzte Frage stellt sich mir noch. Was (oder wer) wäre denn nach einer Abwahl gekommen, hätte Verantwortung getragen? Da würde mir spontan nichts und niemand einfallen.

Ein bisschen geht nun bei den Bürgerinnen und Bürgern (welch schöne Formulierung aus der großen Politik) wohl auch die Angst um, dass es zu einer Pattsituation kommt, welche unserer Gemeinde eigentlich nur schadet. Aber ich zumindest bin optimistisch, dass man sich auf einen Konsens einigt, sich zu Gesprächen findet und unsere GESAMTGEMEINDE weiter voran bringt.

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