Eine Besonderheit Putzkaus, die weithin unbekannt sein dürfte, befindet sich in den Wäldern in der Nähe der Hellgrundbrücke. Hierbei handelt es sich um einen großen Stein, der als der Russenstein bezeichnet wird.

Der "Russenstein Putzkau" wurde auf Initiative von Herrn Roland Lange in die Kreisdenkmalsliste aufgenommen.

Mit diesem Stein hat es folgende Bewandtnis. Im Jahre 1968 durften die Wälder um den Valtenberg plötzlich nicht mehr betreten werden. Sie waren quasi über Nacht zum militärischen Sperrgebiet geworden. In ihnen lagern mehrere Einheiten der Sowjetarmee, die dann am 20.August 1968 die Grenze zur CSSR überrollten.

In unsrem Gebiet erinnert kaum noch etwas an diesen Sachverhalt. Doch es existiert eine bislang wenig bekannte Ausnahme, der Russenstein in Putzkau. Sowjetische Soldaten ritzten während ihrer Belagerung Symbole der damaligen Sowjetmacht (CCCP, Spasski-Turm sowie die Zeitangabe 1968 VII) in einen Felsblock am Rande des Denkmalsweges in der Nähe der Hellgrundbrücke ein.

Lange Zeit unbekannt, beschrieb der Putzkauer Natur- und Heimatfreund Walter Deus (verstorben Oktober 1997) in seinem Manuskript „Die Steine des Valtenberggebietes“ als erster diese Putzkauer Begebenheit. Mittlerweile ist der Stein in die "Liste der Kulturdenkmale des Kreises Bautzen" aufgenommen.

 

Zu finden ist dieser Stein folgendermaßen:

Man nutze den Wanderweg entweder vom Bahnhof Neukirch West bzw. von der Ziegelbergsiedlung über die ehemalige Buschmühle bis zur Höllgrundbrücke (Zugang zum Jagdschloß), die man unterquere. Hier hält man sich auf der anschließenden Freifläche gerade aus und sieht dann linker Hand den Russenstein. Dieser ist allerdings sehr bemoost, so dass schon genaueres hinsehen erforderlich ist, um die Einritzungen zu erkennen.

russenstein

(mit freundlicher Unterstützung von Herrn Mathias Hüsni, Burkau)

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