Die Hübelschenkhäuser in Putzkau

mit freundlicher Unterstützung von

Axel Mehnert
01877 Putzkau
Schenkhäuserstr.14
Tel: 03594/703309
Mobil: 0172/3668987

und

Elektro Mehnert
01877 Putzkau
Schenkhäuserstr. 14
Tel./Fax 03594-700395

 

Geschichtlicher Abriss

 

Erste Erwähnung und wirtschaftliche Entwicklung

Was die erste Ersterwähnung der Hübelschenke betrifft, lesen Sie bitte den Kommentar von Herrn Lenz am Ende dieses Artikels. Die Öder-Karte befindet sich im Staatsarchiv Dresden. Sie ist öffentlich zugänglich über die Deutsche Fotothek (SLUB).
Nach und nach kamen eine Ausspanne und mehrere Wohnhäuser dazu.
Nachdem der letzte Schmied im Krieg verschollen war, wurde 1945 der Schmiedebetrieb eingestellt. Noch während des Krieges wurden die gesamten Holzvorräte der Stellmacherei beschlagnahmt und abtransportiert. Danach gab es keine Holzzuteilungen mehr, sodass die Schneidmühle stillgelegt wurde und der Holzhandel zum Erliegen kam.

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Schneidmühle um 1942

Tanzbetrieb und andere Geselligkeiten

Nach Kriegsende wurde der Tanzbetrieb auf dem Saal der Hübelschänke wieder aufgenommen, um in dieser schweren Zeit die Leute abzulenken und sie auf andere Gedanken zu bringen. Auch führten die Kinder aus der Nachbarschaft kleine Theaterstücke vor. Zur Aufführung von „Rotkäppchen“, als der Wolf sich auf die Großmutter stürzen wollte, brach das Bett zusammen und alle lachten.

Traditionsgemäß, am dritten Wochenende im Oktober, fand der Kirmestanz statt. An diesen Tagen wurden oftmals bis zu 5 Rehe, 12 Gänse und 100 Broiler verarbeitet. In der kleinen Küche waren emsig 5 Frauen am Werke und 3 Kellner schafften im Laufschritt das Essen die große Steintreppe hinauf.

Wenn das Wild nicht reichte, legten sich zum Sonntag 2 Jäger auf die Lauer und sorgten für Nachschub. Natürlich gab es auch so manchen Spaß. So holte Gastwirt Martin Mehnert an einem Silvesterabend ein junges Ferkel auf den Saal und ließ es laufen, um somit Glück für das nächste Jahr zu wünschen. Auch Gänse und sogar eine Kuh wurden in die Gaststube geholt, sehr zum Ärger seiner Frau Hilde, denn sie musste schließlich alles wieder säubern.
Oder die Gäste drehten mit dem Fahrrad eine Runde um den Stammtisch, um zu testen, wer der Schnellste ist.
Der Gaststättenbetrieb wurde aus gesundheitlichen Gründen Anfang der achtziger Jahre eingestellt.

Kinderferienlager in der Hübelschänke

14 Jahre lang fand das Betriebsferienlager des VEB Hydraulik Leipzig hier seine Heimstatt.
Das erste Ferienlager war 1954. In 2 Belegungen wurden jeweils 35 Kinder aufgenommen.
In den ersten Jahren schliefen die Kinder auf einfachen Strohsäcken auf dem Saal und sie wuschen sich in Schüsseln an der frischen Luft. Einmal schrieb ein Junge an seine Familie: „... Stellt Euch vor, draußen vor dem Fenster steht ein Baum und darunter eine große Kuh ...“ .

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Schmiede um 1950 Die Ausspanne Februar 1993

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Personen in dieser Konversation

  • Gast - olli schulz

    Hallo ich bin der Betreiber der Seite DDR Ferienlager auf Facebook. bei der recherche nach den Ferienlagern der DDR bin ich auf ihre Seite gestoßen und würde sie daher gerne bitten mir ihr Wissen zur Verfügung zu stellen. ich würde es gern auf meiner Seite verewigen. vorher möchte ich ihnen aber sagen das dies eine sehr schöne Arbeit von ihnen ist !° Gruß olli schulz

  • Gast - gehmlich

    von 1954 -1958 verbrachte ich meine Ferien jedes Jahr im Kinderferienlager in der Hübelschenke.Mein Onkel Heini war der Lagerleiter und ich nannte ihn auch so.Als die anderen Kinder das hörten,sagte keiner mehr ,, Herr Otto " sondern alle riefen nur noch Onkel Heini.Besonders beeidruckt war ich von Frau Mehnert.Sie machte selbst Butter.Herr Mehnert gab uns manchmal Milch von der Kuh zum trinken,die noch richtig warm war.für mich war es eine wunderbare Zeit und ich denke gern zurück.was ist denn aus der Hübelschenke geworden?Wurde sie rekonstruiert?

   
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