Der Valtenberg - sagenumwoben und attraktiv

Der Valtenberg ist nicht nur weithin ein Wahrzeichen des Lausitzer Berglandes, sondern um ihn ranken sich auch eine Menge von geheimnisvollen Geschichten und Sagen. In diesem Artikel soll vor allem der geographische Aspekt dargestellt werden.

1. Die territoriale Einordnung

Das Gebiet des Valtenberges befindet sich im Südosten des Freistaates Sachsen, im Kreis Bautzen. Es gehört zum Lausitzer Mittelgebirge, das seine Fortsetzung in den Bergen Tschechiens findet. Mit dem zugehörigen Hohwald ist es ein Teil des größten zusammenhängenden Waldgebietes der Lausitz.
Nach Norden hin schließt sich nördlich der Kette Picho - Hoher Hahn das Norddeutsche Tiefland an. Das Bergland stellt sozusagen das Bindeglied zwischen Mittelgebirge und Tiefland dar.

2. Das Relief

Der Valtenberg, Teil des Lausitzer Berglandes, weist wie alle Granitberge eine gerundete Kuppe auf. Die Gipfelhöhe beträgt 589 m ü. NN. Nach Osten, Westen und Norden beträgt die Hangneigung extreme 30 %, nach Süden lediglich 10 %. Daher befindet sich am Nordhang ein ca 800 m langer Abfahrtshang mit Skilift.
Die heutige Gestalt erhielt die Gegend während der alpidischen Gebirgsbildung. Als sich die Alpen aufwölbten, zerbrach unser Gebiet. Teile wurden dabei gehoben (Valtenberg) und andere gesenkt (Wesenitztal). Der Nordhang und die anschließende Talwanne wurden während der Elsterkaltzeit vollständig vom Inlandeis überdeckt und geformt.

3. Der Geologische Bau

Geologisch gesehen zählt der Valtenberg zu einem riesigen Granitmassiv, das sich vom Riesengebirge bis hin nach Südfrankreich erstreckt.
Durch Falten - und Druckerscheinungen bildete sich das gewaltige Granitmassiv. Das emporsteigende Magma erkaltete langsam, so dass sich zuerst Feldspat, danach Quarz und schließlich Glimmer herauskristallisierten. Dazwischen waren auch Metalldämpfe, die in einigen Granitarten Erze einschlossen. Zu erwähnen wären hier Gold -und Silbererzfunde, wovon heute noch verschiedene alte Stollen Zeugnis tragen.
Im Bereich des Valtenbergmassives treten zwei Arten von Granit auf, der Granodiorit und der Zweiglimmergranodiorit. Den Granodiorit bemerkt man überall durch eindrucksvolle Blockbildung. Feuersteinführende Schichten sind noch bis 150 m unterhalb des Gipfels anzutreffen, sodass man von einer Eisrandlage bis ca 450 m ü. NN. ausgehen muss (Feuersteinlinie). Die Berghänge sind mit großen Lamporphyrstücken bedeckt.

4. Der Lageplan


lage

5. Das geologische Relief

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6. Südhangrelief


relihang


Datum der letzten Bearbeitung : 18.05.05
Copyright by Michael Jäger

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